Yogi*inis for Future: Der internationale Tag der Erde

Immer mehr Personen begreifen, dass sie ohne Natur nicht überleben können! Für viele Menschen weltweit ist es die Rettung, in der Natur zu sein und einen Spaziergang machen zu können. Personen an Orten, an denen es zur Zeit verboten ist, nach draußen zu gehen, öffnen ihre Fenster, lassen die Sonne rein und atmen frische Luft – Luft, die mit so wenigen Autoabgasen belastet ist, wie schon seit Jahrzehnten nicht mehr!

Dank der Corona-Ausgangssperre kann man in Indien, nach Rekordwerten bezüglich Luftverschmutzung und Smog, endlich wieder frei atmen. In ganz Europa verzeichnen Messstationen geringere Mengen giftiger Abgase. Ob diese Änderungen von Dauer sein werden oder ob wir bald wieder zu den die alten Zuständen zurückkehren, bleibt abzuwarten. Das hängt allein von den Entscheidungen und Handlungen der menschlichen Art ab. Wollen wir weiterhin hemmungslos aggressiv Kriege führen und unserer unendlichen Gier fröhnen? Oder wollen wir endlich ein friedliches Miteinander im Einklang mit der Natur verwirklichen?

Image by Mohamed Hassan from Pixabay

Der Tag der Erde (englisch Earth Day) wird alljährlich am 22. April mit einem bestimmten Schwerpunkt und Motto in über 175 Ländern begangen. Dieser Tag soll die Wertschätzung für die natürliche Umwelt stärken und dazu anregen, das eigene Konsumverhaltens zu hinterfragen. Nach der gescheiterten UN-Klimakonferenz in Kopenhagen 2009 lud der bolivianische Präsident Evo Morales zum Internationalen Tag der Mutter Erde 2010 und zu einer alternativen Weltkonferenz der Völker zu den Themen Klimawandel und Rechte der Mutter Erde ein. In seiner Eröffnungsrede benannte Präsident Morales das kapitalistische System als Hauptursache für das Ungleichgewicht auf der Erde. Der Planet und seine Bewohner leiden unter dem grenzenlosen Wachstumszwang. Als einer der Hauptverursacher des Klimawandels wird übrigens der Agrarsektor und die damit verbundene Fleischproduktion genannt.

Verbinde dich an dem Tag der Erde mit unserer Mutter Erde. Besuche den Garten , mache einen Waldspaziergang oder betrachte deine Zimmerpflanzen. Bestaune die Segnungen der Natur. Nimm dir Zeit zu Hause, um deinen Kindern den Umgang mit Pflanzen nahezubringen oder meditiere draußen. Spüre die Sonne auf deinem Gesicht .

Vielleicht magst du die Woche vom 20. April bis zum 26. April nutzen , um auf die Kräfte der Erde zu meditieren und für sie zu beten.

Meditation für das Gleichgewicht von Himmel und Erde

Haltung:
Sitze in der einfachen Haltung (oder auf einem Stuhl). Richte deine Wirbelsäule gerade auf. Übe Mulabandha aus – ziehe Beckenboden und Unterbauch nach innen und oben. Hebe deine Brust an und ziehe das Kinn in Richtung Hals.

Fokus:
Du richtest den Blick auf die Nasenspitze.

Atem:
Der Atemfluss passt sich dem Singen auf natürliche Weise an.

Mantra:
Dharti Hai – die Erde ist.
Akash Hai – der Äther ist.
Guru Ram Das Hai – Guru Ram Das ist.

Visualisierung:

Dharti Hai – visualisiere ein üppiges, solides Braun, das sich von deinem Nabelpunkt ausgehend nach unten hin ausbreitet, das ist der Staub der Erde. 

Akash Hai – visualisiere ein wunderschönes Blau, einen Himmel, weit, hell und luftig, der sich von deinen Augenbrauen her nach oben hin ausbreitet. Unendlichkeit, Offenheit, Freiheit in alle Richtungen.

Guru Ram Das Hai – meditiere auf dein Herzzentrum. Visualisiere ein vollkommen strahlendes, gleißend weißes Licht, das alles über dir und unter dir durchdringt. Dein Herz ist voller Unschuld und Mitgefühl. Du bist vollkommen im Jetzt präsent.

Mudra:
Gyan Mudra – Daumen und Zeigefinger berühren sich.

Zeit:
Beginne mit einer Meditationslänge von 11 Minuten, langsam kannst du die Zeit auf 31 Minuten steigern.

Ende:
Atme ein und halte den Atem für einen Moment an. Meditiere auf das Braun der Erde, das Blau des Äthers, auf deine Unschuld und dein Mitgefühl. Atme aus, strecke dich und schüttle deine Arme und Hände aus.

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