Kundalini Yoga und deine Hormone

Praktiziere Kundalini Yoga und deine Hormone können durch die Übungen und Meditationen ins Gleichgewicht kommen. Hormone sind spezialisierte Botenstoffe im Körper, die von Hormondrüsen oder Körpergeweben gebildet und ausgeschüttet werden. Sie reisen über die Blutbahn zu den Zellen und ihre Aufgabe ist es, Befehle zu übermitteln. Dadurch werden an ihrem Bestimmungsort spezifische Reaktionen und Veränderungen ausgelöst.  Hormone sorgen dafür, dass wir Hunger und Durst verspüren. Hormone machen uns müde oder wach. Sie bewirken die sexuelle Erregung und sind die Ursache für einen konstanten Blutdruck und vieles mehr.

Hormone und Fruchtbarkeit

Botenstoffe regeln die Fruchtbarkeit von Frau und Mann und den Monatszyklus der Frau und sind eng an das Nervensystem gekoppelt.  Die Natur hat Hormone für Vorgänge erschaffen, die eine langsamere, länger anhaltende und rhythmische  Körperreaktion erfordern, als die schnellen Reizantworten des Nervensystems und man kennt inzwischen etwa 150 unterschiedliche Hormone.

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Kundalini Yoga und deine Hormone – die wichtigsten Hormondrüsen

Hypothalamus (Bereich des Zwischenhirns, 6. und 7.  Chakra)

Hypophyse (Hirnanhangsdrüse, 6. Chakra)

Schilddrüse (Halsbereich, 5. Chakra)

Thymusdrüse (Herzbereich, 4. Chakra)

Bauchspeicheldrüse (quer im Oberbauch, 3. Chakra)

Nebenniere (Höhe untere Brustwirbelsäule, 2. und 3. Chakra)

Hoden (2. Chakra, im Hodensack unterhalb des Beckens, verbunden mit der Beckenhöhle, außerhalb des Körpers)

Eierstöcke (innerhalb der Beckenhöhle, 2. Chakra)

Hypothalamus

Hormone werden durch den Hypothalamus gleichzeitig gesteuert und gebildet. Der Hypothalamus ist ein Teil des Gehirns. Er befindet sich direkt über der Hypophyse und ist mit ihr durch einen kleinen Stiel verbunden.  Der Hypothalamus ist das wichtigste Steuerzentrum des Nervensystems und eine wichtige Schaltstelle zwischen Nerven- und Hormonsystem. Er ist beteiligt an der Einleitung der Pubertät und der Auslösung von Eisprüngen. Im Hypothalamus wird das Hormon Oxytocin gebildet, das über die Hypophyse ausgeschüttet wird. Oxytocin ist ein Bindungshormon, löst während der Geburt die Gebärmutterkontraktionen aus, ist für die Milchausschüttung zuständig und am Orgasmus einer Frau beteiligt. Beim Mann führt Oxytocin zu einer Kontraktion der glatten Muskelzellen der Samenkanälchen.

Hypophyse

Die Hypophyse  oder Hirnanhangsdrüse  ist eine erbsengroße Hormondrüse, die vom Hypothalamus gesteuert wird.  Ihr fällt eine zentrale übergeordnete Rolle bei der Regulation des Hormonsystems im Körper zu. Sie ist eine Art Schnittstelle, mit der das Gehirn über die Freisetzung von Hormonen Vorgänge wie Wachstum, Fortpflanzung und Stoffwechsel reguliert. Die Hypophyse sitzt auf  einer knöchernen Vertiefung der mittleren Schädelgrube auf Höhe der Nase auf.

Schilddrüse

Die Schilddrüse wird über den Hypothalamus und die Hypophyse stimuliert. Sie befindet sich auf Höhe des Kehlkopfs und ihre Hormone regulieren viele körperliche Vorgänge wie die Verdauung, die Atmung und die Fruchtbarkeit.

Thymusdrüse

Die Thymusdrüse wird auch als Gehirn der körpereigenen Abwehr und als Schule weißen Blutkörperchen bezeichnet. Ihre Hormone lassen die Abwehrzellen reifen und sich ausbilden und sie spielt während der Kindheit eine große Rolle. Beim Erwachsenen wird das Organ, das hinter dem Brustbein lokalisiert ist, kleiner.  

Bauchspeicheldrüse

Die Bauchspeicheldrüse ist ein kleines Organ in der Bauchhöhle. Sie produziert wichtige  Hormone und Verdauungssäfte,  die zur Energieerzeugung und zur Wahrnehmung anderer wichtiger Körperfunktionen benötigt werden.  Das bekannteste Bauchspeicheldrüsenhormon ist das Insulin. Wenn die Bauchspeicheldrüse nicht richtig funktioniert, kann der Körper erhebliche Schwierigkeiten haben, Nahrung zu erhalten. Die richtige Ernährung trägt dazu bei, das männliche und weibliche Fortpflanzungssystem mit optimaler Energie zu versorgen.

Nebennieren

Die Nebennieren sitzen auf den Nieren auf und regeln  den Wasserhaushalt, unseren Umgang mit Stress und die Fruchtbarkeit. Die Nebennieren bilden in geringen Mengen das Hormon Progesteron. Dieses Hormon sorgt bei Frauen für den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut und für Entspannung. Es wird zum größten Teil in den Eierstöcken produziert.  Ein Mangel an Progesteron macht Frauen reizbarer. Auch für den Mann ist dieses Progesteron wichtig. Es beeinflusst das Immunsystem, die Prostata, das zentrale und das periphere Nervensystem.  Die Nebennieren schütten auch kleine Mengen des Hormons Testosteron aus.  Es sorgt auch bei Frauen für ein Wachstum der Muskulatur, einen guten Sexualtrieb und eine gesunde Knochendichte.  

Eierstöcke

Die Eierstöcke werden durch die Hypophyse stimuliert.  Sie schüttet das follikelstimulierende Hormon (FSH) aus. Eine Eizelle bildet sich heran. Der Eierstock schüttet Östrogene aus, das Gewebewachstum wird angeregt. Kurz vor dem Eisprung fällt die Östrogenproduktion ab und das Ei springt in den Eileiter. Die Hypophyse schüttet ein Hormon aus, das die Progesteronbildung im Eierstock in die Wege leitet. Kein weiterer Eisprung findet statt. Wird das Ei befruchtet, dann steigt die Hormonproduktion weiter an. Die Hormonproduktion fällt ab, wenn das Ei nicht befruchtet wird. Die Menstruation setzt ein.

Hoden

Die Hoden beginnen schon beim kleinen Jungen im Mutterleib das Hormon Testosteron zu produzieren. Ohne dieses Signal würde aus dem Embryo automatisch ein Mädchen entstehen. Testosteron bewirkt, dass sich aus den frühen Genitalanlagen ein Penis anstelle einer Klitoris bildet und sich Hodensäcke statt Schamlippen entwickeln.  

Kundalini Yoga und deine Hormone – unterschiedliche Entwicklung der Genitalorgane

Interessanterweise ist der Einfluss der Sexualhormone auf die Entwicklung der Genitalorgane bei männlichen und weiblichen Embryonen unterschiedlich. So ist die Hormonbildung in den Eierstöcken des weiblichen Embryos für die Entwicklung der Genitalorgane von eher untergeordneter Bedeutung. Das bedeutet, dass die weibliche Geschlechtsdifferenzierung fast ohne jeglichen Hormoneinfluss verläuft. Die männliche Geschlechtsdifferenzierung hingegen ist streng hormonabhängig. Testosteron prägt die sexuelle Differenzierung der Geschlechtsorgane, das Wachstum von Hoden, Penis, Kehlkopf und Stimmband und stimuliert die Zunahme von Knochen- und Muskelmasse und den Bartwuchs und die Körperbehaarung.

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Kundalini Yoga und deine Hormone – Meditation, Atmung und Übungen

75 % Prozent aller Frauen behaupten, dass ihr Monatszyklus ihre Stimmung beeinflusse. Am Ende der zweiten Zyklushälfte kommt es häufig zu Reizbarkeit und manchmal sogar zu depressiven Phasen. Das ist  auf einen Mangel der Hormone Östrogen und Progesteron zurückzuführen. Die Psyche, die Gefühlswelt, ist offenbar mit den Hormonen verbunden: Was wir tun, beeinflusst die Hormone – und die Hormone beeinflussen, was wir tun.

Auch Männer sind durch hormonelle Veränderungen beeinflusst. Männer verspüren keine abrupten Stimmungsänderungen und Veränderungen im männlichen Körper spielen sich langsamer ab.  Bei einem Testosteronmangel können sich depressive Verstimmungen, nachlassende sexuelle Lust, Müdigkeit und eine allgemeine körperliche Abgeschlagenheit einstellen.

Meditationen gönnen dem Nervensystem tiefe Entspannungsphasen. Das Nervensystem und das Gehirn gleichen sich aus, so können Hypothalamus und Hypophyse auf nervale Reize angemessener reagieren.  Die über sie ausgeschütteten Hormone werden abgestimmter und feiner dosiert an untergeordnete Hormondrüsen abgeben.

Singen hat eine nachgewiesene Wirkung auf die körperliche Gesundheit und das seelische Gleichgewicht.  Singen stärkt das Nervensystem, verbessert die Atmung und die Sauerstoffanreicherung des Blutes und stärkt besonders die Schilddrüse.

Der lange, tiefe Atem beruhigt und stärkt das Nervensystem. Die Hormondrüsen werden besser mit Sauerstoff versorgt und können abgestimmter funktionieren. Die Bestimmungsorte der Botenstoffe reagieren angemessener.

Phantasiereisen können Körper, Geist und Seele in Balance bringen. Die Funktion der einzelnen Hormondrüsen ist intakter. Hormone sorgen für den körperlichen Einklang.

Yoga belebt den gesamten Organismus und wirkt ausgleichend. Die Muskeln, Bänder und Faszien und die Organe, die Drüsen und das Nervensystem werden besser durchblutet und mit Sauerstoff versorgt. Stress kann abgebaut werden. Positive Ausstrahlung und Vitalität nehmen zu. Yoga soll nicht zum Leistungszwang werden.  

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Kundalini Yoga und deine Hormone – das Frauenset (auch für Männer gesund)

Die Kriya wurde entwickelt, um die Wirbelsäule, die Organe und das Nervensystem stark und gesund zu halten. Es wirkt auf die Gesunderhaltung der weiblichen Organe, insbesondere auf eine Entspannung der Eierstöcke. Die Kriya kann dir Schönheit, Ausstrahlung und Würde verleihen. Dieses Kriya befindet sich in dem Buch ICH BIN EINE FRAU und hat den Titel ‚Wesentliche Kriya für Frauen‘.

Fersensitz

Setze dich auf die Fersen, platziere die Handflächen auf die Oberschenkel oder lege die Hände entspannt in den Schoß. Entspanne auf meditative Weise für ein bis drei Minuten.

Vorwärtsbeugung – Dehnung des Lebensnervs

Der sogenannte Life-Nerve-Stretch auf drei Arten durchgeführt werden, du wählst eine der drei Möglichkeiten aus: a.) Setze dich auf die rechte Ferse und strecke das linke Bein aus. Wechsel nach ein bis drei Minuten die Seite. b.) Du platzierst den rechten Fuß an der linken Oberschenkelinnenseite und streckst das linke Bein aus. Ein bis drei Minuten pro Seite. c.) Strecke beide Beine gerade aus. Umfasse die großen Zehen mit den Fingern. Atme ein, verlängere die Wirbelsäule. Atme aus und beuge dich nach vorfür ein bis drei Minuten. Die Atmung ist bei allen Varianten lang und tief.

Kamelhaltung

Komme auf die Knie, die Oberschenkel befinden sich senkrecht zum Boden. Beuge dich zurück, schiebe das Becken vor. Du kannst die Hände an die Taille nehmen, sie auf das Gesäß platzieren oder mit ihnen die Fersen berühren. Lasse den Kopf nach hinten fallen und atme für ein bis drei Minuten lang und tief. Diese Übung stärkt die Hormondrüsen und das Nervensystem.

Schulterstand

Bringe Hüften und Beine in eine vertikale Position. Der Rücken und die Beine stehen so senkrecht wie möglich zum Boden. Stütze das Körpergewicht mithilfe der Ellbogen und Schultern und mit den Händen am unteren Rücken ab. Das Kinn wird gegen die Brust gedrückt. Langes, tiefes Atmen für ein bis drei Minuten. Diese Übung entlastet alle Organe, ganz besonders die Eierstöcke und stimuliert die Schilddrüse. Tipp: Platziere das Gesäß bei Rückenproblemen auf ein hohes Kissen oder auf eine fest gefaltete Decke und hebe die Beine hoch.

Bogenschützen-Haltung

Stelle den rechten Fuß nach vorne und den linken Fuß nach hinten. Die Füße stehen in einem Abstand 30 bis 90 cm voneinander entfernt. Die rechten Zehen zeigen nach vorne und der linke Fuß weist einen Winkel von 45 Grad auf. Das linke Bein bleibt gerade und fest. Du beugst das rechte Knie, bis der Oberschenkel fast parallel zum Boden verläuft (lassen die Knie nicht über die Zehen hinausragen).

Ziehe das Steißbein nach innen. Richte den rechten Arm parallel zum Boden über dem rechten Knie aus, als würdest du einen großen Bogen halten. Den am Ellbogen gebogene linken Arm ziehst du zurück, bis die Faust an der linken Schulter liegt. Du stellst dir vor, du würdest die Sehne des Bogens mit der linken Hand nach hinten ziehen. Du ziehst das Kinn in Richtung Hinterkopf und du hebst die Brust an. Der Fokus der geöffneten Augen richtet sich über den Daumen hinweg in die Unendlichkeit. Übe zwei bis fünf Minuten pro Seite.

Baby-Position

Setze dich auf die Fersen. Bringe die Stirn auf zum Boden. Arme liegen entspannt an den Seiten und die Handflächen weisen nach oben. Übe für ein bis drei Minuten.

Bogenposition

In der Bauchlage umgreifst du deine Fußgelenke und ziehst den Oberkörper nach hinten. Hebe Oberkörper und Beine. Halte die Position mit langem, tiefem Atmen. Übe für ein bis drei Minuten.

Heuschrecke

Lege dich auf den Bauch und platziere die Füße parallel zueinander. Das Kinn berührt den Boden und du legst die Fäuste unter die Hüften. Hebe die Beine und halte die Rückseite der Oberschenkel parallel zueinander. Atme lang und tief. Übe für ein bis drei Minuten.

Kuh

Vierfüßlerstand mit leichtem Hohlkreuz. Atme lang und tief für ein bis drei Minuten.  

Katze

Runde im Vierfüßlerstand die Wirbelsäule. Halte die Position mit langem, tiefem Atem für ein bis drei Minuten.

Streckposition

Lege dich auf den Rücken und strecke Beine und Zehen. Die Hände befinden sich über den Oberschenkeln und zeigen in Richtung Füße. Hebe den Kopf, ziehe das Kinn zum Hals. Hebe die Füße und Beine ca. 10 cm hoch. Halte die Position für bis drei Minuten mit Feueratem. Tipp bei schwacher Kernmuskulatur (tiefer Bauch und Beckenboden): Verändere die starke Hebelwirkung der Beine, indem du die Beine senkrecht nach oben führst. Halte die Position ein bis drei Minuten lang.

Entspanne dich für acht bis elf Minuten in der Rückenlage.

Link zum Originalset auf Englisch mit Bildern: Kundalini Yoga: The Woman’s Set

3 Gedanken zu „Kundalini Yoga und deine Hormone

  1. Pia-Sophie,Harjodh,Alisha,Kühle

    Ich freue mich, das dieses Set veröffentlicht wurde, Ich alsTransfrau bin auf mich alleine gestellt.
    Vielen Dank Sat Hari Kaur

    Herzliche Grüsse Harjodh Kaur

    Antworten

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