Yoga in der Menopause

Yoga in der Menopause bietet vielfältige Unterstützung, um mit den körperlichen und psychischen Herausforderungen der Hormonumstellung umgehen zu können.  Die Menopause (altgriechisch: Monatsende) benennt den Zeitpunkt der letzten Menstruation einer Frau, der keine weitere Menstruation mehr folgt. Das bedeutet, dass die Jahre der Fruchtbarkeit im Leben einer Frau zu Ende sind. Ursache hierfür ist, dass die Eierstöcke keine Ovarien mehr produzieren.

Tiere erleben übrigens keine Menopause. Über die Gründe werden spekuliert. Eine Annahme ist, dass eine ältere Frau, die nicht mehr fruchtbar ist, belastungsfähiger und stabiler ist. Sie kann ihre Arbeitskraft zum Wohle ihrer Familie oder der Gemeinschaft einsetzen. Diese These ist allerdings umstritten.

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Die Zeit vor und nach der Menopause wird Klimakterium (oder Wechseljahre) genannt. Meist tritt die Menopause zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr ein. Wenn eine Frau viel Stress in ihrem Leben hat, dann kann die Menopause um Jahre früher eintreten. Weitere Ursache für eine frühe Menopause sind Unterernährung und Rauchen. Von einer vorzeitigen Menopause spricht man, wenn diese vor dem 40. Lebensjahr auftritt.

Klimakterium und Menopause sind keine Erkrankungen. Es kann aber sein, dass Frauen während der Umstellungsjahre als Folge der hormonellen Veränderungen unter vaginalen Beschwerden, Hitzewallungen, Schlaflosigkeit, ungewollter Gewichtszunahme, Stimmungsschwankungen und anderen Beschwerden leiden.

Trainieren für mehr Kraft und Vitalität während des Klimakteriums: Bewegung ist wichtig während des ganzen Lebens. Während der Wechseljahre hilft Bewegung die meisten Klimakteriumsbeschwerden wie Gewichtszunahme, Kurzatmigkeit und steife Glieder zu vermeiden.

Yoga in der Menopause: Tipps

Werde also aktiv bzw. pflege deine körperlichen Aktivitäten! Bewegung baut Muskelmasse auf, senkt den Blutdruck und vermindert die Gefahr einer Osteoporose (Anfälligkeit der Knochen für Brüche). Gerade Yoga ist während des Klimakteriums von großem Nutzen. Yogaübungen wirken lindernd gegen Hitzewallungen, schenken einen erholsamen Schlaf, verbessern die Atmung und helfen bei depressiven Verstimmungen. Übe regelmäßig.

Yoga in der Menopause: Die Babyposition

Ausführung: Du befindest dich im Fersensitz. Die Oberschenkel sind parallel zueinander ausgerichtet. Beuge nun den Oberkörper vor, bis deine Stirn den Boden berührt. Eine natürliche Rundung deiner Wirbelsäule darf sein (der Rücken muss hier nicht gerade sein).

Lege die Arme links und rechts neben deinem Körper ab. Sie berühren das Becken und die Beine. Die Handinnenflächen zeigen zur Decke.

Augen: Die Augen sind geschlossen.

Was bewirkt diese Übung: Wenn die Stirn den Boden berührt, dann werden das dritte Auge und die Hypophyse stimuliert. Das hat wiederum einen positiven Effekt auf viele Körperfunktionen. Diese Übung entspannt den Rücken und den Beckenboden. Sie erdet. Sie hat einen heilenden und stärkenden Effekt auf die Geschlechtsorgane.

Yoga in der Menopause: Meditiere!

Bei einigen Frauen können die Wechseljahre mit größerer Stressanfälligkeit und vermehrten Ängsten einhergehen. Eine groß angelegte Studie der renommierten Harvard – Universität belegt,  dass Meditationen, langer tiefer Atem und Tiefenentspannung Stresssymptome signifikant lindern oder ganz aufheben können.

Das Experiment zeigte auf, wie das Körpersystem sogar auf genetischer Ebene auf Stress, Stressverhalten und schlechte Stimmungen antwortet, also quasi angeschaltet wird. Es reagiert bei Stress mit Erkrankungen. Genauso können die verantwortlichen Gene ausgeschaltet werden. Eine Versuchsgruppe meditierte und entspannte täglich. Nach zwei Monaten begannen die Körper der Versuchspersonen sich zu verändern.

Die entzündungshemmenden Gene, welche auch für die Bekämpfung von Krebszellen zuständig sind und erkrankte Zellen kurieren, begannen „anzuspringen“. Man fand heraus, dass die Leistungen der für Gesundheit zuständigen Gene stärker wurden, je länger die Versuchspersonen meditierten und sich entspannten. Das hatte positive Auswirkungen auf rheumatische Beschwerden, Gelenkschmerzen, auf einen gesünderen Hormonlevel und verringerte einen zu hohen Blutdruck.

Das zeigt also, dass der psychische Zustand einer Person einen großen Einfluss auf die körperliche Gesundheit des Menschen hat. Und erklärt auch, weshalb man in den östlichen Traditionen zum Beispiel das Rezitieren von Mantras als wirksames Heilmittel einsetzt. Ein sehr entspannendes und heilendes Mantra ist zum Beispiel das Mantra Guru Guru Wahe Guru Guru Ram Das Guru, gesungen von Snatam und zu finden auf ihrem Album „Connect and Heal“.

 Yoga in der Menopause – sorge für deine Ernährung

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Viel Flüssigkeit tut gut! Trinke den ganzen Tag über mindestens zwei Liter Wasser, Kräutertee oder dünne Fruchtschorle. Außerdem wirken Obst, Gemüse und Salat Wunder, wenn sie täglich verzehrt werden. Ganz besonders Sprossen (möglichst selbst gezogen) sind wichtig und gesund für Frauen im Klimakterium. Reduziere tierische Fette und verwende liebe hochwertige Pflanzenöle (zum Beispiel Oliven-, Raps- oder Sonnenblumenöl). Genieße dein Essen!

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