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Yoga und das ‘innere Kind’

Das ‘innere Kind’ ist eine Entsprechung zu den im Gehirn gespeicherten Kindheitserfahrungen und den dazugehörigen Emotionen wie unbändige Lebensfreude, Lebendigkeit, Glück, Neugierde (helle Seite oder Sonnenkind) aber auch abgrundtiefer Schmerz, Traurigkeit, Einsamkeit, Angst oder Wut (dunkle Seite oder Schattenkind). Die Arbeit mit dem inneren Kind funktioniert nach dem Prinzip der bewussten Spaltung zwischen dem beobachtenden, reflektierenden inneren Erwachsenen-Ich und dem erlebenden inneren Kind.

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Faszien und Kundalini Yoga

Die Faszien umgeben wie eine weißliche, fast durchsichtige Haut alle Muskeln, die einzelnen Muskelfasern, die Knochen genauso wie die Organe, Gefäße und Nerven sowie das Gehirn und das Rückenmark. Faszien bilden darüber hinaus Bänder, Sehnen und Gelenkkapseln. Faszien stehen durch das sogenannte Fasziennetzwerk körperweit miteinander in Verbindung. Genau wie unsere Haut ist das Fasziennetzwerk in der Lage Temperaturunterschiede wahrzunehmen und auf Druck zu reagieren. Außerdem können die Faszien Veränderungen der Körperbewegungen bemerken und die Stellung des Körpers im Raum aufnehmen. Sie sind sehr schmerzempfindlich. Fas­zi­en haben die Aufgabe, un­se­rem Kör­per Halt zu geben, ge­schmei­di­ge Be­we­gun­gsabläufe zu ermöglichen und im Be­darfs­fall eine sanf­te Ver­schie­bung der Or­ga­ne zu gestatten.

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Meditation für Beständigkeit und Ausgeglichenheit

Das Gehirn und das gesamte Organsystem sind von verschiedenen Rhythmen abhängig. Nach der Lehre der chinesischen Medizin fließt die Lebensenergie auf 12 Bahnen, den sogenannten Meridianen, zyklisch durch den menschlichen Körper; zu vergleichen sind diese Bewegungen mit dem Wasserfluss, der sich in Gezeitengewässern auf und nieder bewegt. Unsere elektronischen Muster sind nichts anderes als synchronisierte Rhythmen. Stress kann deinen ChineseMedecinegrundlegenden inneren Rhythmus stören und wenn dieser aus dem Takt gerät, dann scheint alles etwas vernebelt zu sein. Man nimmt weniger Wahlmöglichkeiten wahr und der Geist macht den Eindruck, etwas verwirrter zu sein. Die hier vorgestellte einfache Technik kann dir helfen, auch unter aufreibenden Bedingungen gute Antworten zu finden. Die Meditation kann dann sehr unterstützend sein, wenn nichts anderes mehr hilft.

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Meditation für das Licht in der Dunkelheit

Die dunkelste Zeit des Jahres steht vor der Tür. Die Wintersonnenwende 2017 wird auf der Nordhalbkugel unseres Planeten am Donnerstag, den 21. Dezember um 17:28 Uhr stattfinden. An diesem Tag kann man Zukünftiges erforschen; zum Beispiel  streute man, alten Überlieferungen zufolge,  am 21. Dezember Leinsamen in einen Blumentopf und las an deren Keimen die Zukunft ab. Aus Leinsamen wächst Flachs, dieser wird dann zum ‚Schicksalsfaden’ gesponnen. Dieser Brauch weist auf die Anrufung der Frau Holle als Schicksalsgöttin hin.

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Für innere Ruhe und Ausgeglichenheit

Mittels dieser Meditation kannst du anhand des bewussten Atmens durch eines deiner beiden Nasenlöcher die Qualität deiner Lebensenergie und somit deiner Stimmungslage verbessern.

Du kannst deinen Körper nicht verlassen, aber du kannst seine Energie ändern. Wenn du neurotische Gedanken hast und wahrnimmst, dass du durch dein rechtes Nasenloch atmest, dann atme stattdessen durch dein linkes Nasenloch. Das wandelt deine Energie von Agni (Feuer) zu Sitali (Kühle). Solltest in einer gereizten, sehr deprimierten oder irgendwie sonderbaren Stimmung sein, dann atme durch dein rechtes Nasenloch. Nach drei Minuten bist du eine andere Person! Wenn du diese Technik und Fähigkeit übst, dann hast du ein gutes Werkzeug gegen Nervenzusammenbrüche in der Hand.’      ~Yogi Bhajan

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Der Vagus: Ruhe- und Selbstheilungsnerv

Die Verschiedenartigkeit von uns Menschen ist bestimmt durch eine ungleiche Genetik und darüber hinaus durch das Umfeld, die Lebensweise, die Erfahrungen und durch die Erziehung einer jeden Person. Die ayurvedische Medizin trägt den Besonderheiten der verschiedenen Individuen schon seit Jahrhunderten Rechnung, indem die Ayurveda-Ärzte mithilfe einer uralten Typenlehre diagnostizieren und behandeln. Demnach birgt jeder Mensch von Geburt an ein eigenes Mischverhältnis der drei Körperkräfte: Vata (Luft und Äther bzw. Raum, Leitmotiv: wechselhaft), Pitta (Feuer, Leitmotiv: intensiv), Kapha (Erde und Wasser, Leitmotiv: entspannt). Diese sogenannten Doshas (übersetzt: Fehler beziehungsweise das, was Probleme verursachen kann) richten sich unter anderem nach der Arbeitsweise des sogenannten vegetativen Nervensystems. Um hier anzuregen oder zu beruhigen, werden bestimmte körperliche Abläufe, deren Ausdruck selbstverständlich auch im geistig-seelischen Bereich wahrzunehmen ist, durch Massagen, Ernährungskuren, ayurvedische Medikamente und Übungen gebremst, intensiviert oder hamonisiert.

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Beckenbodenkraft und Kundalinienergie

Der Beckenboden liegt wie eine straff gespannte Hängematte im unteren Becken. Er ist aus einer Vielzahl kleiner und großer Muskeln zusammengesetzt, die ineinander verwoben sind und unterschiedliche Funktionen haben. Sie verschließen das nach unten offene knöcherne Becken und verbinden die Innenseiten der Knochen.
Der Beckenboden hat drei ‚Etagen’. In der Tiefe besteht er aus zwei Diaphragmen. Die dritte und äußere Etage umgibt als Schwellkörper- und Schließmuskelschicht den After, die Vagina und Harnröhre der Frau und den Penis des Mannes. Der Beckenboden besteht aus zwei Seitenbegrenzungen, die mit dem Oberschenkelkochen verbunden sind. Das sind zum einen der Piriformis-Muskel (dieser birnenförmige Muskel dreht den Oberschenkel im Stand nach außen, spreizt ihn zur Seite ab, streckt ihn bzw. führt ihn nach hinten) und zum anderen der Musculus obturator internus (dreht den Oberschenkel nach außen).

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Der Musculus Psoas Major – unser Seelenmuskel

Der Psoas-Muskel verbindet die Wirbelsäule mit den Beinen und ist darüber hinaus durch bindegewebrige Verkettungen mit dem Zwerchfell verknüpft.  Sein  Spannungszustand beeinflusst auf diese Weise unsere Atmung. Wenn der Psoas-Muskel stark und gleichzeitig entspannt ist, dann ist die Atmung länger und tiefer und man kann mehr Vitalität und Lebensfreude wahrnehmen.
Ein starker und flexibler Psoas-Muskel hat außerdem eine dynamisierende Wirkung auf den Beckenboden. Er unterstützt die Beckenbodenmuskulatur in ihrer Haltefähigkeit, aber auch in ihrer Befähigung  zum Loslassen. Aus diesem Grunde hat der Psoas-Muskel einen erdenden Effekt, er wirkt stabilisierend und stärkend, unterstützt das Urvertrauen und damit die Entspannungsfähigkeit. Der Psoas-Muskel ist ein Teil des Körpers, der von der Körpermitte ausgehend, die Brust und das Becken miteinander verbindet

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Für Stressabbau und Befreiung von emotionalen Altlasten

Diese einfache Meditation ist vor allen Dingen nützlich, wenn man mit Beziehungsstress und vergangenen Familienproblemen umgehen muss. Sie thematisiert Phobien, Ängste und Neurosen. Sie kann verunsichernde Gedanken aus der Vergangenheit löschen und den Umgang mit schwierigen Situationen in der Gegenwart erleichtern.

Du bist erst dann wirklich frei, wenn du dich über Zeit und Raum erheben kannst. Wenn du Angst vor dem Morgen hast, dann lebst du nicht wirklich, in diesem Falle schleppst du dich nur durch das Leben. Es ist, wie es ist.
~ Yogi Bhajan, 29. Juli 1978

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Yin und Yang im Yoga

Das sogenannte Yin-Yang- oder Taijitu–Symbol (übersetzt „Symbol der höchsten Lebensenergie, des höchsten Lebensprinzips“) ist vielen Menschen bekannt. Trotzdem fragen sich vielleicht einige, was für eine Bedeutung es haben mag. In dem Bildzeichen wird das weiße Yang (mit den Eigenschaften hell, hart, heiß, männlich, aktiv, Bewegung, das Schnelle, die Fülle, das Analytische) und das schwarze Yin (mit den Eigenschaften wässrig, dunkel, weich, kalt, weiblich, passiv, Ruhe, die Dauer, die Leere) sich gegenüberstehend dargestellt. Das bedeutet, dass die Pole Yin und Yang einander entgegengesetzte und gleichzeitig aufeinander bezogene Kräfte sind. Die wechselseitige Beziehung der beiden Endpunkte Yin und Yang wird in dem Taijitu-Symbol dadurch betont, dass das Dunkle als Fleck im Hellen und das Helle als Fleck im Dunklen dargestellt sind.