Tipps zur Stärkung der Selbstwahrnehmung

YB GonghintergrundDas Wassermannzeitalter und seine Herausforderungen
Das Wassermannzeitalter ändert unser Leben radikal. Der Wandel ist an allen Kulturen und Gesellschaftsschichten bis hinein in die Wahrnehmung jedes einzelnen Menschen spürbar. Schon 1991 hat Yogi Bhajan darauf hingewiesen, dass Informationen für alle zugänglich sein werden. Nichts kann mehr geheim gehalten werden. Wissen formt die Wahrnehmung unserer Umgebung. Wir leben in einer vielschichtigen Welt und empfinden uns plötzlich als viel komplexere Wesen. Doch der Körper und das Nervensystem einer Person müssen stark genug sein, um einerseits den Anforderungen des Alltags angemessen begegnen und für die Erfüllung von Grundbedürfnissen sorgen zu können. Andererseits müssen große Mengen an Informationen verarbeitet werden. Der rechte Umgang mit Computern, Smartphones, Tablets und so weiter will gelernt sein. Die Befolgung einer Gebrauchsanweisung ist dabei das kleinere Problem. Wichtig ist wohl, schon unseren Kindern beizubringen, wann ein solches Gerät wieder aus der Hand gelegt wird und wie man offline für sich sorgen kann. Wenn man sich nicht wahrnehmen und für sich sorgen kann, dann drohen stressbedingte Erkrankungen und Depressionen.

Das Human Sensory System – das menschliche Wahrnehmungssystem
Um den mannigfachen Anforderungen des Wassermannzeitalters adäquat begegnen zu können, empfahl Yogi Bhajan seinen Schülerinnen und Schülern ihr Wahrnehmungssystem und damit ihr Selbstwahrnehmungssystem zu stärken. Er nannte die uns Menschen innenliegende Fähigkeit zur Selbstwahrnehmung den größten Schatz, den wir haben, um den Anforderungen der Gegenwart und Zukunft adäquat begegnen zu können. Er sagte, dass wir letztendlich nur aus einem Haufen Molekülen bestehen würden, der von unserem Lebensenergiekörper am Leben gehalten würde. Unsere Psychen müssen sich mit diesem Gebilde auf ausgeglichene Weise verbinden können. Wenn das nicht oder nur unzureichend geschehen würde, dann hätten wir große Probleme mit der Wahrnehmung.

Yogi Bhajan sagte:
„Wenn Du in diesem Geisteszustand bist, dann bist Du ganz klar und komplett. Du beendest Deine Suche und beginnst mit der Praxis. Deine innere Uneinigkeit endet. Deine Bewegungen werden so ausgedehnt sein wie das Universum selbst. Manchmal werden sie sogar über das Universum hinaus reichen. Dann hast du eine authentische Verbindung zu Deinem Selbst. (…). Dieses Konzept ist gewiss nicht einfach. Ich möchte nicht „ICH“ sein. Ich möchte nicht „WIR“ sein. Ich möchte einfach „Sein, wie es ist“. Ich möchte mit dem Strom des Geistes des Universums dorthin fließen, wohin der Fluss mich trägt, mich bewegt, mich haben möchte. Männer und Frauen werden damit aufhören, Abkürzungen zu nehmen und beginnen wirklich zu sein. Das wird bald geschehen.

„Eine Person, die über sich denkt, dass sie großartig ist, ist möglicherweise nichts. Das Informationszeitalter ist nämlich sehr machtvoll. Alles wird erfassbar, testierbar und so verständlich sein, dass wir gar nicht fachkundig genug sein können, um einander zu betrügen. Aber wir können einander unterstützen. Wir können miteinander auf Augenhöhe verhandeln. Es wird kein Hässlich und kein Schön geben.

Die Liebe zur Existenz, zum Leben und zum Atem ist vonnöten, um den Fluss der Psyche in sich strömen zu lassen. Dann können wir eine wirkliche Verbindung mit dem Selbst in uns eingehen. Und das Selbstwahrnehmungssystem, dass sich dann automatisch in uns herausbildet, wird uns wie ein Erzengel schützen und ehren.“

Sobald du ein Gefühl für deine innere Vollkommenheit und Balance entwickelst, werden Kräfte frei. Energien, die du für die Suche nach Selbstwert und Bestätigung benötigtest, stehen dir dann zur Verfügung, um deine Talente auszudrücken und deine Bestimmung zu leben.

Was ist von vonnöten?                                                                                                                                Du benötigst ein gewisses Maß an Disziplin. Ansonsten ist es schwer mit der Fülle dieser Zeit umzugehen. Yogi Bhajan sagte schon im Jahre 2001: „Während der nächsten 11 Jahre werden wir feststellen, dass immer mehr Menschen eine innere Tristesse verspüren, verstört sind, nicht in der Lage sind etwas auszuhalten, keine Toleranz haben und streitsüchtig sind.“ Um mit dem daraus resultierenden Druck umzugehen, würden Alkoholkonsum, Drogenmissbrauch und Übersprungverhalten jeder Art zunehmen. Wenn Du Dich allerdings bewusst mit Deinem Atem verbindest, Deine Nerven und Deine Intuition stärkst, Dein Drüsensystem aktivierst und Deine Emotionen ausgleichst, dann kann Dich Dein Selbstwahrnehmungssystem unterstützen, wappnen und beleben. Du kannst das Leben und den Augenblick genießen.

 

Das Selbstwahrnehmungssystem stärken
(aus den Notizen von Dr. Guru Rattana Khalsa, welche sie aus verschiedenen Lehrstunden Yogi Bhajans zu dem Thema Human Sensory System zusammengetragen hat)

  1. Sei das Gebet
  2. Erlaube dir tiefe Reinigungsprozesse
  3. Finde deine Identität in dir
  4. Sei sehr ehrlich, geradlinig und wahrhaftig mit dir selbst
  5. Lerne Selbstkontrolle
  6. Lerne deine Energie zu halten
  7. Kultiviere innere Zufriedenheit
  8. Wenn es eine Wahlmöglichkeit gibt, dann wähle das Positive
  9. Erkenne deine Bestimmung und diene
  10. Entwickle Charakter, Verbindlichkeit und Würde
  11. Kümmere dich um dein inneres Gleichgewicht, so dass du nicht für Kompensation im Außen sorgen musst
  12. Beende das Manipulieren und Kontrollieren
  13. Wenn du etwas möchtest, dann sei klar, frage danach, bleibe ruhig und lasse es zu dir kommen
  14. Entwickle einen meditativen Geist, um warten zu können und zu schauen, was zu dir kommt
  15. Entwickle eine Beziehung zu Gott, so dass diese in dir lebt und atmet

Hier findest du eine Meditation für das Selbstwahrnehmungssystem

 

 

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