Die Bedeutung von Wohlstand

Yogi_Bhajan_BlauFür einige Menschen ist Reichtum nur ein Wort. Reichtum bedeutet zum Beispiel ein großes Haus….zwei oder drei Autos, eine Yacht, ein spannendes Sexualleben, gehorsame Kinder, politische Verbindungen, ein gutes Ansehen in der Gesellschaft etc., etc.. Ich könnte die Liste noch lange weiterführen. Das alles hat nichts mit der wirklichen Bewandtnis von Reichtum zu tun.

Es ist recht bedauerlich, dass der Westen den Begriff Reichtum definierte. Der Osten benötigte 5000 Jahre, um die Bedeutung von Reichtum genau zu bestimmen.

Reichtum bedeutet einzig immerwährende Stärke und Weiterentwicklung, wenn du Ereignisse so beeinflussen kannst, wie du sie dir wünschst. Immerwährende Fortschritte … deine eigenen und gleichzeitig die Entwicklung deiner Umgebung, deiner Beziehungen, Träume und Wünsche. Es ist die Erscheinungsform des Lebens durch dich.

Du bist der/die Anführer(in) und Kommandant(in) deines Lebens und kannst die Projektion, die Tiefe, die Schöpfung und die Geburt deiner Träume bewirken. Solange diese Kraft nicht da ist, ist man nicht reich.

Langar bedeutet Anker auf Panjabi. Den Anker wirft man vom Schiff her aus, um das Schiff zu stabilisieren. Das ist die Übersetzung von Langar. Es gibt zwei Worte, die wir als Khalsa verstehen sollten: Anker und Kommunikation (Pangat).

Sangat: ‚Sang‘ bedeutet Freundschaft… Gemeinschaft, Nation, Menschen, Welt. Jede Beziehung basiert auf diesem einen Wort ‚Sangat‘. ‚Gat‘ meint Zufriedenheit. In dem Ausdruck ‚Sangat’ sind zwei Worte enthalten: ‚Sang’ und ‚Gat’ = ‚Sangat’. In ‚Sangat’ findet meine Beziehung ‚Gat’ = Erfüllung, Ehre, Würde. Sangat erfüllt das Bedürfnis nach Geachtetsein und Würde. In der Sangat erhalte ich Nahrung und Wasser und ich kann mein Bedürfnis nach Anerkennung und Würde stillen.

Und in unserem Gebet (Ardas) sagen wir: „Deg, Teg, Fateh“. Das ist unser Reichtum: Unsere Beständigkeit und die Stärke unendlich zu sein. Und so beginnt unser Ardas: „Pritem bhagoti simarkay Guru Nanak layee dee-i-ee – Jene die reich werden wollen, müssen erst lernen, andere reich zu machen.“ Wenn man anderen nicht zu Wohlstand verhilft, dann kann man selbst nicht reich werden, was immer man auch versuchen mag.

Zu guter Letzt: Lehre die Menschen die Kunst und Wissenschaft der Unvergänglichkeit. ‘Akal moort’ – das sind die Worte Guru Nanaks. Das ist das Vermächtnis des Siri Guru Granth Sahibs. Das sind wir. Wenn ein Mensch als ‚Akaal Moort’ lebt, als fleischgewordenes Bild Gottes, dann hat Gott keine andere Wahl, als in dieser Person zu wohnen. Dann werden die Eigenschaften ‘ajuni, saibhang, gurprasad’ (ungeboren, selbstverwirklicht und durch die Gnade des Gurus anerkannt) Wirklichkeit. Wir benötigen diejenigen, die viele tragen können.

Siri Singh Sahib ji © Yogi Bhajan, (Sikh Dharma International Dasvandh)

 

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