Sommermeditation für den Frieden

Die Sommermeditation für den Frieden verbindet dich mit deiner Klarheit und Würde. Das Mantra öffnet das Herz und stärkt die Friedenskräfte. Auf der nördlichen Halbkugel verabschiedet sich der Frühling. Mit der Sonnenwende am 21. Juni beginnt der Sommer. Die Sonnenwendezeiten werden traditionell für Meditationen und Gebete genutzt.

Was genau passiert zur Sommersonnenwende

Der 21. Juni ist der längste Tag des Jahres, denn die Sonne erreicht auf ihrer Bahn während der Sommersonnenwende den nördlichsten Punkt. Dann steht sie senkrecht über dem sogenannten nördlichen Wendekreis der Erde, dem Breitenkreis bei 23 Grad. Er wird auch als Wendekreis des Krebses bezeichnet. Von der Erde aus betrachtet, wandert die Sonne danach wieder nach Süden ab. Auf der nördlichen Halbkugel werden die Tage wieder kürzer und die Nächte länger. Auf der Südhalbkugel beginnt an diesem Tag der Winter. Weil die Erde sich nicht exakt in 365 Tagen einmal um die Sonne dreht, sondern dazu ein paar Stunden mehr braucht, ist der Zeitpunkt des höchsten Sonnenstandes über dem nördlichen Wendekreis jedes Jahr etwas anders.
Das kurze Video erklärt anschaulich den Lauf der Erde um die Sonne.

Sommermeditation für den Frieden: Sommersonnenwende in den frühen Kulturen

Bereits die Kulturen der Steinzeit kannten und feierten die Sommersonnenwende. Bei den Kelten und Germanen stellten die Sonnenwenden Höhepunkte im Jahreslauf dar. Die Sommersonnenwende fand während der herrlich warmen Sommerzeit statt. Alles wuchs und gedieh und viele Früchte konnten schon geerntet werden. Es war die sorgloseste Zeit des Jahres, wenn man bedenkt, wie schwierig das Überleben früher war. Im Sommer konnte man die Natur in ihrer ganzen Fülle wahrnehmen, denn alles war im Überfluss vorhanden. Sonnwendfeuer wurden umtanzt und übersprungen.

Sonnenwende im Christentum

Der Gedenktag für Johannes, den Täufer, ist der 24. Juni. In einigen Gegenden wird dieser Tag immer noch Sommerweihnacht genannt. Am Abend der Johannisnacht gab es früher ein Feuerspringen auf dem Dorfplatz. Immer noch werden sogenannte Johannisfeuer auf Anhöhen entzündet.

Sommersonnenwende im Ausland

In den skandinavischen Ländern und im Baltikum, wo es im Sommer nachts kaum dunkel wird, sind viele Bräuche lebendig geblieben. Der Mittsommer in Schweden zählt neben Weihnachten zu dem wichtigsten Familienfest des Jahres. In Dänemark und Norwegen gibt es an vielen Orten Fackelumzüge und üppige Mahlzeiten. Die Finnen zieht es in ihre Hütten auf dem Lande. In Estland und Lettland ist der Johannistag ein Feiertag. Freunde und Familien treffen sich im Garten oder im Wald, sie zünden Feuer an und essen miteinander.

Sommermeditation für den Frieden: Sommersonnenwende und Yoga

Sommerzeit ist Herzenszeit. Während dieser Zeit ist es gut, das Herz zu öffnen und die Erde, ihre Pflanzen und Tiere und alle Menschen zu segnen und ihnen Frieden zu wünschen. Das Feuer der Sonne ist wärmend und transformierend. Da kann es heilend sein, einmal innezuhalten, die Sonnenkräfte zu feiern und damit die Kraft des Lebens und des Friedens.

SOMMERMEDITATION FÜR DEN FRIEDEN

Haltung:

Sitze in der einfachen Haltung (oder auf einem Stuhl) mit gerade aufgerichteter Wirbelsäule, ziehe leichtes
Jalandhara Bandha.

Mudra:

Hake die Mittelfinger so ineinander, dass die linke Hand zum Herzen schaut (die rechte Hand weist nach unten). Halte die Ellbogen und Hände auf Schulterhöhe – zwischen Herzchakra und Kehlchakra.

Fokus:

Die Augen sind 1/10 geöffnet, der Blick ist auf die Nasenspitze gerichtet.

Mantra:  

SAT NARAIEN WAHE GURU HARI NARAIEN SAT NAM.

Bedeutung des Mantras:

Wahrer Erhalter (Friede), unbeschreibliche Weisheit, schöpferischer, göttlicher Erhalter (Friede), wahre Identität.

Zeit: 

11 bis 31 Minuten.

Wirkungsweise: 

Wir bitten alle gläubigen Menschen, Angehörige aller Religionen, alle bewusst lebenden Menschen, alle spirituellen Gruppen: Lasst uns gemeinsam mit dem Singen dieser Meditation zur Erhaltung des Weltfriedens beitragen. Das Mantra hat die Kraft, ein wirksames Gegengewicht gegen Krieg und Gewalt zu bilden, wenn es von vielen Menschen täglich 11 bis 31 Minuten lang gesungen wird.


Doch wirkt es nicht nur für den äußeren Frieden, sondern schenkt uns gleichzeitig inneren Frieden. Wer sich nichtswürdig und gering fühlt, kann majestätisch werden. Wie man durch klares Wasser blickt, so kann man mit dem Singen dieser Meditation einen klaren und ungetrübten Geist erreichen und jenseits aller Erscheinungen dieser Welt Gott erfahren. Man kann diese Meditation allein singen – schöner ist es im größeren Kreis!

© The Teachings of Yogi Bhajan
Quelle: 3HO Yogakarte M3


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