Heilen im Wassermannzeitalter

yogi bhajan lächelndEs ist wichtig, dass Du lernst, Heilung als Prozess zu verstehen. Du musst wissen, wie man die Psyche nähren kann. Deine Berührungen sollten göttlicher Natur sein. Sie sollten weder sinnlich, sexuell noch sozial motiviert sein (in Bezug auf den Patienten bzw. Klienten). Du solltest die Menschen als ein Heiler berühren. Du musst deine Seelenkräfte in das tiefste Sein eines Menschen schicken, um Heilung zu bewirken. Letztendlich geschieht Heilung durch den Fluss der Seelenenergie. Wir nennen das „Seelenströmung“. Sie ist Teil Deines tiefsten Selbst. Bitte verstehe, dass Heilung immer ein Prozess ist.

Sorge zunächst dafür, dass Du so rein wie möglich bist, bevor Du jemanden berührst. Man sollte sich zum Beispiel als Chiropraktiker vor dem Patientenkontakt um innere Klarheit bemühen. Ansonsten kann es sein, dass man wie eine Maschine funktioniert – crick, crick, crack, crack – fertig. Wenn Du Dich nicht innerlich reinigst, heilst und von innerer Dualität befreist, dann könnte Negativität den Fluss der Seele überschatten. Ist das der Fall, dann beendet man vielleicht eine Zeit lang ein bestimmtes Leiden, verursacht aber eventuell an anderer Stelle chronische Gebrechen.

Egal, ob man als Arzt oder als Chiropraktiker* arbeitet oder irgendeine andere Art von Heilung betreibt, das Leben hat immer eine Herausforderung parat. Diese Herausforderung ist: Sei frei von Ego! Sei einfach ohne Selbst, ein Heiler oder ein Arzt, zu diesem Zeitpunkt, zu diesem Zweck, für diese Aufgabe, ohne Ablenkung. Sorge dafür, dass Du ganz fokussiert bist. Du kannst Dich körperlich mit jemandem verbinden oder geistig auf jemanden einstimmen. Du kannst mit dem Spirit einer anderen Person konform gehen. Aber wenn Du es versäumst, Dich auf die Seele des Anderen einzustimmen, dann ist die ganze Heilarbeit nutzlos.

Heilung ist ein sehr erhabener Prozess. Heilung ist die Kraft der Berührung. Du solltest derartig im Gebet und rein sein, Deine Berührung sollte dermaßen stark und wirksam sein, dass der Körper der anderen Person sich verändern und Heilung geschehen kann. Ein Heiler kann ansonsten schnell ausbrennen. Viele Menschen in Heilberufen erkranken an Erschöpfung oder hängen den Heilberuf gleich an den Nagel.

Dein Geisteszustand sollte klar und frisch sein. Wenn Deine häusliche Umgebung von Kämpfen, Streitereien und Negativität dominiert ist, dann hat das Auswirkungen auf Deine Heilungsarbeit. Deine Psyche kann in dem Fall nicht durchdringend wirken und trägt nur wenig zum Gesundungsprozess bei.

Du bist die Ursache und nicht die Wirkung. Du erregst so etwas wie eine Aufladung des Anderen und bringst damit einen Heilungsprozess in Gange. Wenn Deine Batterien nur sehr wenig Saft haben und Deine Psyche nicht wirklich klar ist, dann wird auch der Heileffekt sehr klein sein.

Ein Heiler sollte jedem seiner Patienten empfehlen tief zu atmen. Unterstütze deine Patienten dabei, ihre flache Atemweise loszuwerden. Flachatmigkeit bedeutet weniger Sauerstoff, keine Gewohnheiten mit Trainingspensum, kein Durchhaltevermögen, keine Geduld.
Wasche Deine Hände nach jeder Behandlung. Das ist nicht nur für die Hygiene wichtig, sondern auch, um die Energie zu ändern.
Wenn Du eine Behandlung beendet hast, dann solltest Du unbedingt eine Pause machen und für innere Balance sorgen. Es geht gar nicht darum, wie viele Menschen Du täglich in Behandlung hast. Die Frage ist, wie viele Du tatsächlich heilst. Es gibt einen großen Unterschied zwischen Behandeln und Heilen.

Heilung
– ist letztendlich ein Spiel der individuellen, persönlichen Psyche,
passiert durch Engagement und Hingabe,
hat ihren Ursprung in einem Zustand der Reinheit und geschieht durch göttliche Kraft,
ist nicht das, was Du denkst
und bedeutet, dass der Seelenstrom von zwei Individuen zusammenwirkt.

Auszüge aus einem Vortrag von Yogi Bhajan 16. 09. 1999
© 1999 The Teachings of Yogi Bhajan aus der ‚Aquarian Times’, Frühling 2004

Hier findest du eine Meditation für den inneren Heiler.

Informationen zur meditativen Heilkunst Sat Nam Rasayan.

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