Für die Frühlingskräfte: 40 – Tage – Meditation vom 8. März bis zum 16. April 2015

3HO Deutschland e.V. lädt dich ein, den beginnenden Frühling mit einer 40-Tage-Meditation zu begrüßen. Mit dieser Meditation kannst du dich vor den Kräften von Himmel und Erde verneigen und die Verbindung dieser beiden Pole im Herzzentrum anregen, so dass du innere Kraft und Fülle erfahren und genießen kannst. Für freuen uns sehr, dass das die Musiker der Gruppe Tera Naam diese besondere Meditation begleiten.
Unsere 40-Tage-Meditation beginnt am 8. März 2015. Dieses Datum hat eine besondere frühlingshafte Bedeutung. Es ist der erste Sonntag nach dem Holifest (6. und 7. März) und nach Vollmond. Außerdem feiert die ganze Welt am 8. März den Internationalen Frauentag. Für uns Yogis und Yoginis ist eine Frau die Verkörperung der Shakti, dieser unendlichen, kreativen Energie, die Leben entstehen lässt und zwar nicht nur auf körperlicher, sondern gerade auch auf geistiger Ebene. Ein passender Tag also für einen schöpferischen Meditationsbeginn.

Die dunkle Jahreszeit geht nun endlich zu Ende – die Natur erwacht und strahlt bald wieder in ihrem grünen Kleid. Der ewige Kreislauf beginnt wieder – junges Leben und kräftiges Wachstum ist überall zu erkennen. Auf der ganzen Welt werden daher Frühlingsfeste gefeiert.

© pixabay.com

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Unser Osterfest ist letztendlich ebenfalls ein Frühlingsfest. Ostern fällt immer auf den Sonntag nach dem ersten vollen Mond, der auf die Tag- und Nachtgleiche folgt. Das Leben erfährt eine Auferstehung und einen Neubeginn. Osterei und Osterhase sind uralte Fruchtbarkeits- und Lebenssymbole. Das Ei steht für die Wiedergeburt. In unterschiedlichen Schöpfungssagen kommt das sogenannte Weltenei vor, aus dem die Welt in Gestalt eines Allgottes hervorgegangen ist. Das Ei taucht in den Weltentstehungslegenden der Inder, Perser, Ägypter, Griechen und anderer Völker auf und gehört offenbar zum allgemeinmenschlichen Mythenschatz.

„Der Tod schwimmt im Wasser, der Frühling kommt uns zu besuchen, mit Eiern, die sind rot und Pfannekuchen. Wir haben den Tod aus dem Dorf getragen, wir tragen den Sommer hinein.“ (altes Osterlied)

Auch der menschliche Körper lässt sich von der Kraft des Frühlings anstecken und erwacht aus seiner Winterstarre. Viele Menschen nutzen daher diese Zeit für einen inneren (und äußeren) Frühjahrsputz. Wenn man sich im Vorfrühling innerlich angestaut fühlt, dann hat das sicherlich auch damit zu tun, dass man sich im Winter weniger bewegt, aber um so mehr gegessen hat.

© Geralt, pixabay.com

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„Die übernatürlichen Kräfte des Frühlings schaffen im Himmel den Wind und auf der Erde das Holz. Im menschlichen Körper schaffen sie die Leber und die Sehnen, sie schaffen die grüne Farbe und sie geben der Stimme die Fähigkeit zu rufen. Sie schaffen die Augen, den sauren Geschmack und das Gefühl des Zorns.“   (Huangdi Neijing, Standardwerk der chinesischen Medizin)

Die chinesische Medizin empfiehlt u.a. das Singen und ein nach innen gerichtetes Lächeln, um die Organtätigkeit zu stärken und die Organe von negativen Emotionen zu heilen. Die Lehren des Kundalini Yoga empfehlen während der Frühlingszeit besondere Kuren (zum Beispiel die grüne Diät oder ein reinigendes Yogaset), um den inneren Frühjahrsputz in Gang zu bringen.

Wir haben für dich eine Meditation herausgesucht, die du mit einem inneren Lächeln singen kannst. Sie unterstützt Reinigungsprozesse, stärkt die Projektionskraft, so dass sogar die tiefsten Wünsche in Erfüllung gehen können (lass dich überraschen!) und du das Leben in vollen Zügen genießen kannst.

yogi bhajan lächelndKommentar von Yogi Bhajan zur untenstehenden Meditation:  „Meine Lieben, ihr wünscht euch, dass eure Gebete wirksam sind und dass sich eure höchste Bestimmung manifestiert. Diese Kriya kann das für euch tun. Ich weiß, es gibt tausende von Kriyas, die wir praktizieren, aber ihr müsst eure Sache nur bei einer gut machen. Und diese Meditation ist die eine, mit der sich Isht Sodhana manifestieren kann.“

Meditation – Isht Sodhana Mantra Kriya

Isht – das greifbare Göttliche, die Verwirklichung dessen.                  Sodhana –reinigen, gerade machen, etwas auf- und ausrichten.

Haltung:
Sitze in der einfachen Haltung (oder auf einem Stuhl). Richte deine Wirbelsäule gerade auf. Übe Mulabandha aus – ziehe Beckenboden und Unterbauch nach innen und oben. Hebe deine Brust an und ziehe das Kinn in Richtung Hals.

Fokus:
Du richtest den Blick auf die Nasenspitze.

Atem:
Der Atemfluss passt sich dem Singen auf natürliche Weise an.

Mantra:
Dharti Hai – die Erde ist.
Akash Hai – der Äther ist.
Guru Ram Das Hai – Guru Ram Das ist.

Visualisierung:
Dharti Hai – visualisiere ein üppiges, solides Grau, das sich von deinem Nabelpunkt ausgehend nach unten hin ausbreitet, das ist der Staub der Erde. Die Füße der Heiligen haben den Staub der Erde berührt.
Akash Hai – visualisiere ein wunderschönes Blau, einen Himmel, weit, hell und luftig, der sich von deinen Augenbrauen her nach oben hin ausbreitet. Unendlichkeit, Offenheit, Freiheit in alle Richtungen.
Guru Ram Das Hai – meditiere auf dein Herzzentrum. Visualisiere ein vollkommen strahlendes, gleißend weißes Licht, das alles über dir und unter dir durchdringt. Dein Herz ist voller Unschuld und Mitgefühl. Du bist vollkommen im Jetzt präsent.

Mudra:
Gyan Mudra – Daumen und Zeigefinger berühren sich.

Zeit:
Beginne mit einer Meditationslänge von 11 Minuten, langsam kannst du die Zeit auf 31 Minuten steigern.

Ende:
Atme ein und halte den Atem für einen Moment an. Meditiere auf das Grau der Erde, das Blau des Äthers, auf deine Unschuld und dein Mitgefühl. Atme aus, strecke dich und schüttle deine Arme und Hände aus.

2 Gedanken zu „Für die Frühlingskräfte: 40 – Tage – Meditation vom 8. März bis zum 16. April 2015

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