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Selbstliebe

Selbstliebe
Selbstliebe beschreibt eine seelische Verfassung, in der ein Mensch sich selbst rückhaltlos annehmen kann. In einem Zustand der Selbstliebe kann eine Person sich selbst achten, vertrauen und wertschätzen.

Narzissmus
Selbstliebe ist keinesfalls mit Narzissmus gleichzusetzen, denn Narzissmus  entsteht immer erst dann, wenn es jemandem an echter Selbstliebe mangelt. Mit Hilfe von Narzissmus wird dann versucht, die fehlende Selbstliebe auszugleichen.

Auswirkungen der Selbstliebe
Wenn ein Mensch sich selbst wertschätzt und liebt, dann öffnet er oder sie sich für die Geschenke, die das Leben für sie oder ihn bereithält. Er ist authentischer und dadurch in einem tieferen Kontakt mit sich selbst. So ist es für ihn leichter, zu seinen Mitmenschen eine Beziehung herzustellen. Wer seine eigenen Schattenseiten kennt und akzeptiert, kann auch die Schattenseiten anderer besser hinnehmen. Dadurch vertiefen sich Beziehungen und man erfährt mehr Freude und Glück in seinem Verhältnis zum Partner, zu den Kindern, zu Freunden, zu Verwandten, Kollegen, Nachbarn oder fremden Mitmenschen.
Sich selbst anzunehmen hat zur Folge, dass man sich selbst besser wahrnehmen und spüren kann, was einem guttut und was einem schadet. So kann man gegebenenfalls auch effektiver Grenzen setzen. Selbstliebe macht erfolgreicher, denn man kennt seine Stärken und erlaubt sich, diese auch einzusetzen. Die eigenen Schwächen werden nicht verleugnet, sondern man kann sie betrachten, akzeptieren oder möglicherweise in Stärken umwandeln.

Selbstliebe macht gesund
Wenn eine Person sich selbst liebt, dann kann sie für sich sorgen und das stärkt ihre körperliche und geistige Gesundheit. Selbstliebe wirkt entstressend, denn man muss nicht mehr alles auf sich beziehen; daher unterstützt eine gesunde Selbstliebe den inneren Frieden und die innere Ruhe. Nicht zuletzt kann man mit Hilfe der Selbstliebe lernen, über sich selbst zu lachen. Humor verleiht zusätzliche Kräfte und ist lösungsorientiert, denn man nimmt sich selbst weniger wichtig.

© alter-ego, shutterstock.com

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Selbstliebe kreieren
1. Selbstwahrnehmung: Ein wichtiger Schritt auf dem Wege zu mehr Selbstliebe ist, mehr Zeit mit sich alleine zu verbringen. So kann man lernen, sich selbst besser wahrzunehmen und sich kennenzulernen. Alle Meditationen und Entspannungsübungen eignen sich hierfür.
2. Gedankenbetrachtung: Immer steht ein Gedanke vor der Emotion, dem Wort und der Handlung. Beende also die inneren Dialoge (Selbstgespräche), in denen du dich beschimpfst, dich kritisierst und schlecht machst. “Try to say nothing negative about yourself: a) for three days, b) for forty-five days, c) for three months.  See what happens to your life.” ― Yoko Ono
3. Lerne, dich selbst anzunehmen und zwar mit deinen Schattenseiten, mit all deinen vermeintlichen Fehlern, Schwächen, Versäumnissen, Eigenarten und Macken.
4. Eine gute Idee ist, dass du schriftlich festhältst, was du alles an dir magst (z.B. dass du kreativ bist oder empfindsam, dass du viel Humor hast oder treu bist, dass du stark bist oder liebevoll usw.)
5. Verabrede dich mit dir selbst – habe ein Date mit dir (was kann es schöneres geben?)… Dieser Termin kann täglich, wöchentlich oder monatlich stattfinden. Nimm diese Termine wichtig.  Übe während dieser Zeit Yoga und Meditation, fröne deinem Hobby, lasse dich massieren oder besuche ein schönes Restaurant. Sei gut zu dir selbst!

Meditation für Selbstliebe
Du wirst nicht von Liebe regiert. Ängste bestimmen dich, große Ängste. Mit Hilfe dieser Kriya kannst du die Liebe in dir wachrufen und die Ängste reduzieren.  ~Yogi Bhajan

Teil 1
Die Übung wird die ‚umgekehrte Adi-Shakti-Kriya’ genannt. Du segnest dich selbst auf mentale und hypnotische Weise. Diese Art der Selbstsegnung beeinflusst und korrigiert dein magnetisches Feld. Man sagt, dass dieses Set schmerzt, wenn man viel Ärger in sich trägt. Selbsthilfe ist schwer für diejenigen, die wütend sind. Es kann sein, dass die folgende Übung nach fünf Minuten schmerzhaft wird, weil sie reinigend wirkt. Der Geschmack in deinem Mund wird sich ändern, wenn du korrekt atmest.
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Haltung:
Du sitzt mit einer gerade aufgerichteten Wirbelsäule in der einfachen Haltung (Schneidersitz).
Mudra:
Deine rechte Hand befindet sich 20-30 Zentimeter über deinem Oberkopf. Die rechte Handinnenfläche weist nach unten und segnet dich. Diese Art der Selbstsegnung richtet deine Aura aus. Der Ellenbogen des linken Armes ist gebeugt, der linke Oberarm befindet sich auf Höhe des Brustkorbes. Der Unterarm und die Fingerspitzen sind zur Decke hin gerichtet. Die Innenfläche der linken Hand zeigt nach vorne und segnet die Welt.
Augen:
Deine Augen sind geschlossen.
Fokus:
Du fokkusierst dich innerlich auf das Mondzentrum, das sich in der Mitte deines Kinns befindet.
Atem:
Atme lang, tief und langsam mit einem Gefühl der Selbstliebe ein und aus. Du kannst den Eine-Minute-Atem praktizieren (20 Sekunden einatmen, 20 Sekunden halten, 20 Sekunden ausatmen).
Zeit:
Meditiere auf diese Weise für 11 Minuten. Atme tief ein und bewege dich langsam, aber direkt in die in Teil 2 beschriebene Haltung.

Teil 2
Diese Übung wirkt wohltuend auf alles, was sich zwischen deinem Nacken und deinem Nabelpunkt befindet. Sie stärkt das Herz und öffnet das Herzzentrum.
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Haltung:
Strecke deine Arm gerade vor dir aus, richte sie parallel zum Boden aus, deine Handteller zeigen nach unten. Strecke die Arme so weit du kannst.
Augen:
Deine Augen sind geschlossen.
Fokus:
Du fokkusierst dich innerlich auf das Mondzentrum, das sich in der Mitte deines Kinns befindet.
Atem:
Atme lang, tief und langsam ein und aus.
Zeit:
Meditiere auf diese Weise für 3 Minuten. Atme tief ein und bewege dich langsam, aber direkt in die in Teil 3 beschriebene Haltung.

 

creating_self_love_3_-cropped_smallTeil 3
Haltung:
Du sitzt mit einer gerade aufgerichteten Wirbelsäule in der einfachen Haltung (Schneidersitz). Strecke deine Arme gerade nach oben aus,  deine Handteller zeigen nach vorne.  Achte darauf, dass du deine Ellenbogen nicht beugst.
Augen:
Deine Augen sind geschlossen.
Fokus:
Du fokkusierst dich innerlich auf das Mondzentrum, das sich in der Mitte deines Kinns befindet.
Atem:
Atme weiterhin lang, tief und langsam ein und aus.
Zeit:
Meditiere auf diese Weise für 3 Minuten.
Ende:
Atme ein und halte deinen Atem für zehn Sekunden an, während du deine Arme nach oben ausstreckst und dabei alle Muskeln des Körpers anspannst. Atme aus. Wiederhole diesen Vorgang zweimal.
Kommentar:

“Kannst du von den 24 Stunden des Tages 17 Minuten für dich selbst erübrigen? Diese Meditation wird dich von innen heraus verändern. Sie kann dir Selbstbewußtsein, Selbsterfahrung und Selbstliebe schenken und dann kannst du jeden lieben. Werde vollständig.”
Yogi Bhajan, unterrichtet am 5. April 94

Das Yogaset entstammt dem Buch Self-Knowledge, zusammengestellt von Harijot Kaur, Seite 11, zu beziehen über den Sat Nam Versand.

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