Archiv für den Monat: November 2017

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Der Vagus: Ruhe- und Selbstheilungsnerv

Die Verschiedenartigkeit von uns Menschen ist bestimmt durch eine ungleiche Genetik und darüber hinaus durch das Umfeld, die Lebensweise, die Erfahrungen und durch die Erziehung einer jeden Person. Die ayurvedische Medizin trägt den Besonderheiten der verschiedenen Individuen schon seit Jahrhunderten Rechnung, indem die Ayurveda-Ärzte mithilfe einer uralten Typenlehre diagnostizieren und behandeln. Demnach birgt jeder Mensch von Geburt an ein eigenes Mischverhältnis der drei Körperkräfte: Vata (Luft und Äther bzw. Raum, Leitmotiv: wechselhaft), Pitta (Feuer, Leitmotiv: intensiv), Kapha (Erde und Wasser, Leitmotiv: entspannt). Diese sogenannten Doshas (übersetzt: Fehler beziehungsweise das, was Probleme verursachen kann) richten sich unter anderem nach der Arbeitsweise des sogenannten vegetativen Nervensystems. Um hier anzuregen oder zu beruhigen, werden bestimmte körperliche Abläufe, deren Ausdruck selbstverständlich auch im geistig-seelischen Bereich wahrzunehmen ist, durch Massagen, Ernährungskuren, ayurvedische Medikamente und Übungen gebremst, intensiviert oder hamonisiert.

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Beckenbodenkraft und Kundalinienergie

Der Beckenboden liegt wie eine straff gespannte Hängebrücke im unteren Becken. Er ist aus einer Vielzahl kleiner und großer Muskeln zusammengesetzt, die ineinander verwoben sind und unterschiedliche Funktionen haben. Sie verschließen das nach unten offene knöcherne Becken und verbinden die Innenseiten der Knochen.
Der Beckenboden hat drei ‚Etagen’. In der Tiefe besteht er aus zwei Diaphragmen. Die dritte und äußere Etage umgibt als Schwellkörper- und Schließmuskelschicht den After, die Vagina und Harnröhre der Frau und den Penis des Mannes. Der Beckenboden besteht aus zwei Seitenbegrenzungen, die mit dem Oberschenkelkochen verbunden sind. Das sind zum einen der Piriformis-Muskel (dieser birnenförmige Muskel dreht den Oberschenkel im Stand nach außen, spreizt ihn zur Seite ab, streckt ihn bzw. führt ihn nach hinten) und zum anderen der Musculus obturator internus (dreht den Oberschenkel nach außen).